Die ganze Geschichte

Als Kind wollte ich Dinosaurierforscher werden. Oder Tierarzt. Beides hatte ich aus den Augen verloren, als ich mit der Schule fertig war. Ich wäre damals gerne Journalistin geworden, war aber für die Journalistenschule zu jung und für ein Studium zu ungeduldig. Plan B war Visagistin. Dazu brauchte ich aber erstmal eine Friseurlehre, die ich anfing und bald wieder abbrach, weil der Chef doof war und ich lieber doch nicht an Samstagen arbeiten wollte. Und die ganze Zeit Stehen war auch nicht so meins. Statt dessen wollte ich lieber ins Büro und landete schließlich in einer Anwaltskanzlei, wo ich eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachgestellten machte. 

Nach der Lehre hatte ich keine Lust mehr, mir von allen etwas vorschreiben zu lassen, und begann ein Lehramtsstudium (Grund- und Mittelstufe mit Schwerpunkt Naturkunde und Deutsch). Als ein Professor prophezeite, dass die meisten von uns als Taxifahrer enden würden, weil derzeit kaum Lehrer eingestellt wurden, verließ mich der Mut (ja, die Zeiten haben sich geändert seitdem). Statt zur Uni zu gehen verbrachte ich meine Zeit lieber mit sinnvolleren Dinge wie mit den Katzen zu kuscheln, Tee zu trinken und zu lesen. So dödelte ich eine Weile herum und fing in Ermangelung einer besseren Idee schließlich wieder Vollzeit in einer Anwaltskanzlei an.

Etwa mit dreißig, als ich junge Mutter war, fiel mir ein, dass ich doch eigentlich immer schreiben wollte. Außerdem träumte ich davon, einen Hund zu haben, was aber nicht ging. Spontan stellte ich mich bei der Redaktion einer Hundezeitschrift vor. Die fanden meine Schreibe gut und beauftragten mich regelmäßig. Ich schrieb Rasseportraits und machte Trainervorstellungen. Das war toll, reichte aber leider nicht zum Leben. Also blieb ich im Bürojob hängen.

Viele Jahre, eine vorübergehende Selbständigkeit als Katzensitterin und einen Ehemann später, meine Tochter längst erwachsen und in ihrem eigenen Leben unterwegs, besann ich mich wieder auf das Schreiben und veröffentlichte als Katzenexpertin und unter meinem bürgerlichen Namen Tatjana Mennig drei Katzenratgeber und ein Hundebuch. 2022 dann wagte mich endlich an meinen ersten Roman. 

Die Idee dazu entstand bereits 2019 kurz nach unserem Umzug von Hamburg nach Itzehoe in Schleswig-Holstein auf einem meiner ausgedehnten Spaziergänge durch Wälder und Parks. Es brauchte aber noch einige Jahre, bis ich einsah, dass Widerstand zwecklos war und diese Geschichte einfach aufgeschrieben werden wollte. Bis Ende 2024 sorgten meine Selbstzweifel dann wieder für eine Schreibpause, aber jetzt habe ich endlich, dass mein Mann die ganze Zeit Recht hatte und ich Romane schreiben muss.

Und hier sind wir nun, aus der Idee ist eine Geschichte geworden, die ganz bald in Buchform in die Welt gebracht werden wird. Der zweite Roman ist fast fertig geschrieben, der zweite Teil vom Brombeervolk nimmt in meinem Kopf auch bereits Gestalt an und dann ist da noch die Idee für einen weiteren Roman, der mit Krafttieren zu tun hat.

Wenn es warm genug ist, schreibe ich am liebsten in meiner kleinen Laube im Schrebergarten, wo ich immer noch versuche, ein Verhältnis von Gemüseanbau und sonstiger Gartenarbeit und dem Schreiben zu finden. 

Meine Naturverbundenheit findet sich auch in meinen Geschichten wieder und ich glaube, es wird niemals ein Buch von mir geben, in dem keine Tiere vorkommen. Apropos: Ich kann mich nicht an Zeiten erinnern, in denen ich keine Haustiere hatte. Fische, Vögel, Kaninchen, Meerschweinchen, Mäuse, Reptilien, Katzen und Hunde haben mein Leben bereichert. Zurzeit dürfen wir unser Leben mit Kater Plumbum und Hündin Kröti teilen. Einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen hat Dorle, die - viel zu früh - ihren kleinen Katzenkörper verlassen musste und mich zu Mondscheinkatze Growly inspiriert hat.

Wenn ich nicht gerade schreibe, male, gärtnere oder Junk Journals bastele, verbringe ich so viel Zeit wie möglich mit Lesen, und zwar mit Vorliebe High Fantasy, natürlich auch Cosy Fantasy, All Age Fantasy, Wissenschaftsromane, Thriller, historische Romane, Abenteuerromane (meine Güte, vielleicht geht es schneller, wenn ich aufzähle, was ich NICHT lese). Selbstverständlich nicht ohne einen Becher Tee oder Kaffee (und - ganz wichtig - Pralinen oder Gebäck aller Art). Außerdem mag ich lange Spaziergänge in Wald und Flur oder gemeinsamen Aktivitäten mit meinem Mann und/oder Plumbum und Kröti. Und wenn dann noch Zeit übrig ist, treffe ich mich gerne mit meinen Freundinnen. Ich oute mich hier außerdem als Serien-Junkie und Lakritz-Fan.

Als introvertierter Mensch brauche ich viel Zeit für mich allein, um zu regenerieren. Trotzdem liebe ich den Kontakt zu meinen Mitmenschen und mag es, neue Leute kennenzulernen. Ganz besonders schätze ich den Kontakt zu meinen Leserinnen und Lesern und bin deshalb häufig auf Büchermessen und anderen Veranstaltungen zu anzutreffen, wo ich mich gerne in Gespräche verwickeln lasse.

Ich freue mich über E-Mails, die ich nach Möglichkeit alle beantworte.

Willkommen also im meiner Welt - vielleicht hören oder lesen wir ja die Tage mal voneinander.

Deine Avelynn

Dorle

Plumbum

Kröti