2025 - eine Art Jahresrückblick
Manchmal habe ich das Gefühl, ich würde auf der Stelle treten oder nur in ganz winzigen Schritten vorankommen. Aber wenn ich dann einmal aufschreibe, was ich so mache und was ich bereits geschafft habe, bin ich immer wieder selbst überrascht, wie lang die Liste ist.
Ich glaube, so eine Liste ist eine gute Sache, um sich selbst einmal bewusst zu machen, was so alles passiert ist in der letzten Zeit (vielleicht eine Art Jahresrückblick) und was man selbst geleistet hat. Wichtig finde ich auch den Blick darauf, was man für sich selbst getan hat. Es waren hoffentlich auch einige unvernünftige Dinge dabei, die einfach nur Spaß gemacht haben. 😉
Wenn nicht, wäre das doch ein sehr guter Vorsatz für das nächste Jahr. Denn etwas für sich selbst zu tun, ist so wichtig!
Für mich war ein Highlight in diesem Jahr natürlich, dass ich ENDLICH, nach so vielen Jahren, die Rohfassung meines ersten Romans beendet habe. Von der ersten Idee bis zum Abschluss des ersten Entwurfes sind sage und schreibe sechs Jahre vergangen. Sechs Jahre voller Zweifel, ob so ein Projekt für mich überhaupt machbar ist. Und am Schluss ging es dann plötzlich ganz schnell. Weil ich mich nach Möglichkeit jeden Tag hingesetzt und geschrieben habe.
Denn jeden Tag ein bisschen an einem Projekt zu arbeiten ist das Geheimnis. Egal, ob es jeden Tag eine Viertelstunde Schreiben oder zehn Minuten Yoga ist. Wenn wir darauf warten, dass wir einmal richtig viel Zeit und Ruhe dafür haben, ist das die beste Methode, niemals anzufangen.
Leider habe ich dieses Jahr auch jemanden verloren, den ich sehr geliebt habe: Unser Katzenmädchen Dorle. Es gibt da so einen Song, Amaryllis von Shinedown, bei dem ich immer an Dorle denken muss. Auf der Rückfahrt von Sierksdorf, wo ich im November eine Woche verbracht hatte, hörte ich diese CD und als der Song kam, liefen die Tränen, einfach so, und ich vemisste mein kleines Mädchen wieder so furchtbar.
Aber es gab auch tolle Erlebnisse, die ich gerne würdigen möchte: Anfang 2025 besuchte ich zum ersten Mal in meinem Leben eine kleine Buchmesse, auf der kleine Verlage und Selfpublisher ausstellten, und ich hatte das Gefühl, nach Hause zu kommen. Ich bekomme immer noch Gänsehaut, wenn ich an diesen magischen Moment denke.
Im Sommer fuhr ich als Besucherin zur BuchBerlin und lernte dort endlich die großartige Antje Grube persönlich kennen, die meine Katzenbücher lektoriert hat und die mir in langen Telefongesprächen Mut gemacht hat, meinen eigenen Weg zu gehen. Sie ist eine von diesen Personen, die sich sofort vertraut anfühlen, obwohl man sich noch nie zuvor gesehen hat. Ähnlich ging es mir mit einer anderen Autorin, G. A. Winter, deren Stand mich magisch angezogen hatte und zu der ich ebenfalls sofort einen Draht hatte. Wir waren beide ganz traurig, dass ich so weit weg wohne, was gemeinsame Events schwierig macht.
Im Herbst war ich dann das erste Mal selbst als Ausstellerin auf einer kleinen Buchmesse. Was für ein aufregendes Erlebnis! Ich konnte weitere tolle Kontakte knüpfen und habe meine erste Bloggerin kennengelernt. Ich habe zum ersten Mal eine kleine Lesung gehalten und wieder etwas entdeckt, was mir unglaublich viel Freude macht. Lesungen möchte ich im nächsten Jahr so viele wie möglich halten.
Der Schreibmonat November, in dem ich mir extra zwei Wochen Urlaub genommen hatte, lief nicht so gut wie erwartet. Eigentlich wollte ich die Rohfassung von meinem zweiten Roman bis Ende November fertig gehabt haben. Immerhin die Hälfte habe ich geschafft. Nach meiner Rückkehr aus Sierksdorf hatte ich große Schwierigkeiten, mich zuhause wieder in den Alltag einzufinden. Ich fühlte mich deprimiert und hatte Probleme, mich auf die Geschichte einzulassen. Die Mondscheinkatzen haben sich ja von Anfang an geziert und ich bin nur sehr langsam vorangekommen. Das scheint so zu bleiben, aber jetzt im Dezember sage ich mir, dass die Dinge eben nicht immer so laufen, wie man es sich vorstellt, und ich mich nun lieber auf Weihnachten einstimme und mich ein wenig mehr um mich selbst kümmere. Das bedeutet, dass ich möglichst viel Zeit auf dem Sofa verbringe, um bei einer Tasse Kaffee oder Tee zu lesen und mir etwas Süßes gönne. Oder auch einmal wieder einen langen Spaziergang mache.
Aber natürlich war ich auch fleißig: Neben Facebook und Instagram habe ich einen YouTube-Kanal eingerichtet und die ersten Beiträge für Avelynns Blog geschrieben. Und dann war da ja noch das Crowdfunding, das immerhin etwa die Hälfte der Kosten für das Lektorat von Hannas Geheimnis eingebracht hat, und ich freue mich über insgesamt acht Vorbestellungen des Taschenbuchs. Natürlich hätte ich mich noch mehr gefreut, wenn die Finanzierungssumme vierstellig gewesen wäre und noch viel mehr Menschen das Buch hätten haben wollen, aber als völlig unbekannte Autorin bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Mitte Januar geht es los mit dem Lektorat und da ja insgesamt vier Bände geplant sind, wird das Brombeervolk bestimmt noch viel Aufmerksamkeit bekommen.
Und nun ist das Jahr schon wieder fast vorbei. Ich bin sehr dankbar für all die kleinen Momente, die so großartig waren, für die Menschen, die ich (näher) kennenlernen durfte und für die Großzügigkeit, die mir entgegengebracht wurde. Und für meine Erfolge und das, was ich erreicht habe.